Dr. Andrea Lederer
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Kindergynäkologie

Kindergynäkologie
Dr. Andrea Lederer mit der Hand auf dem Herzen

Kindergynäkologie – sanft, vertraulich, kompetent

Die Kinder- und Jugendgynäkologie ist ein eigener, sehr sensibler Bereich innerhalb der Frauenheilkunde. Mädchen haben andere körperliche und emotionale Bedürfnisse als erwachsene Frauen – sie brauchen besonders viel Empathie, Geduld und eine kindgerechte Sprache. Als zertifizierte Kinder- und Jugendgynäkologin begleite ich junge Patientinnen jeden Alters – vom Säugling bis zur jungen Frau – mit einem liebevollen und fachlich fundierten Zugang.

Ziel ist es, Vertrauen aufzubauen, Ängste zu nehmen und medizinische Themen so zu erklären, dass sie verständlich und entlastend sind – für die Mädchen ebenso wie für ihre Eltern.

Die Pubertät ist eine aufregende, aber oft auch herausfordernde Zeit. Körper und Gefühle verändern sich, erste Regelblutungen treten auf, der eigene Körper wird plötzlich „anders“. Ich unterstütze junge Mädchen und ihre Eltern in dieser Übergangsphase – bei Fragen zur Entwicklung, zur Menstruation, zur Körperpflege, aber auch bei Unsicherheiten rund um Sexualität oder emotionale Belastungen. Wenn die Pubertät besonders früh oder verspätet einsetzt, oder wenn der Zyklus unregelmäßig, schmerzhaft oder ganz ausbleibt, kann dies auf hormonelle Ungleichgewichte hinweisen.

In solchen Fällen erfolgt – wenn nötig – eine weiterführende Abklärung, auch in Zusammenarbeit mit endokrinologischen Spezialist:innen am Universitätsklinikum Salzburg.

  • Bei unregelmäßigem oder ausbleibendem Zyklus
  • schweren Blutungen
  • starken Menstruationsbeschwerden
  • psychischen Beschwerden wie depressiver Verstimmung
  • früher oder verzögerter Pubertätsentwicklung
  • Unsicherheiten im Umgang mit dem eigenen Körper
  • Verhütungsfragen
  • Aufklärung

Beschwerden wie Juckreiz, Rötung oder Ausfluss im Intimbereich können bei kleinen und heranwachsenden Mädchen häufiger auftreten – oft durch äußere Reizungen, übertriebene Hygiene, enge Kleidung oder Infektionen. Viele Eltern sind verunsichert, ob „alles normal“ ist – genau hier setze ich mit einer sanften, respektvollen und behutsamen Untersuchung an. Vulvitis (eine Entzündung der äußeren Genitalien) ist meist gut behandelbar – mit gezielten Pflegehinweisen, sanften Cremes und Aufklärung. Besonders wichtig ist mir dabei: Das Kind soll sich wohl und sicher fühlen, und die Eltern erhalten klare Informationen, wie sie zu Hause unterstützen können.

Die sogenannte Labiensynechie – das teilweise oder vollständige Zusammenkleben der kleinen Schamlippen – ist bei Säuglingen und Kleinkindern keine Seltenheit. Viele Eltern bemerken diese Veränderung zufällig und machen sich große Sorgen. Die gute Nachricht: In den meisten Fällen ist keine invasive Behandlung notwendig. In meiner Praxis erfolgt eine behutsame Untersuchung, bei der ich genau erkläre, ob Beobachten genügt oder ob eine einfache lokale Therapie sinnvoll ist. Dabei steht nicht nur die medizinische Maßnahme im Mittelpunkt, sondern auch die Beruhigung, Aufklärung und emotionale Entlastung der Eltern. Bei dieser Erkrankung ist oft weniger mehr!

Dr. Andrea Lederer im Behandlungsraum

Erster Frauenarztbesuch

Spätestens mit dem Beginn der Pubertät rücken auch Themen wie Sexualität, Verhütung und Beziehung in den Fokus. In meiner Praxis haben junge Frauen die Möglichkeit, erste Fragen ganz offen und vertraulich zu stellen – ohne Scham, ohne Belehrung, aber mit medizinischer Klarheit und Einfühlungsvermögen. Ich erkläre altersgerecht die verschiedenen Möglichkeiten der Verhütung – von hormonfreien Methoden bis zur Pille – und bespreche individuelle Bedürfnisse, gesundheitliche Voraussetzungen und Nebenwirkungen. Auch der erste Frauenarztbesuch wird bei mir sanft gestaltet. Es muss nicht immer gleich eine Untersuchung stattfinden – manchmal reicht ein gutes Gespräch für den Anfang, um mich kennenzulernen und Vertrauen gewinnen zu können.

Mit Vertrauen begleiten – medizinisch & menschlich

In meiner Praxis ist Raum für medizinische Abklärung und ehrliche Gespräche – ganz ohne Scham. Ich nehme mir Zeit für die Anliegen junger Mädchen und ihrer Familien und verstehe mich als vertrauensvolle Begleiterin auf dem Weg zu Selbstbewusstsein, Gesundheit und körperlicher Autonomie.

Q&A

Eure meistgestellten Fragen zur Kindergynäkologie

Was ist Kindergynäkologie und warum ist sie wichtig?

Die Kindergynäkologie befasst sich mit der gynäkologischen Gesundheit von Mädchen und jungen Frauen. Frühzeitige Untersuchungen können eventuelle Probleme erkennen und eine gesunde Entwicklung fördern. Dabei sind Mädchen keine jungen Erwachsenen und daher sind deren Erkrankungen immer unter einem ganz speziellen Aspekt zu betrachten.

Wie verläuft eine kindergynäkologische Untersuchung?

Die Untersuchung ist sensibel und kindgerecht gestaltet. Sie beginnt mit einem Gespräch, gefolgt von einer sanften äußeren Untersuchung. Ziel ist es, mögliche Anomalien frühzeitig zu erkennen und eventuelle Fragen zu beantworten. Dabei wird von mir nie eine Untersuchung erzwungen, sondern immer mit der jungen Patientin gemeinsam erarbeitet.

Verursacht die Untersuchung Schmerzen?

Die Untersuchung sollte nicht schmerzhaft sein. Ich gehe auf das Mädchen immer sehr ein und räume ihr die Möglichkeit ein, die Untersuchung jederzeit abzubrechen. Mein Ziel ist es, die jungen Patientinnen behutsam an die gynäkologischen Untersuchungen heranzuführen, damit sie auch später regelmäßig den Frauenarzt aufsuchen können, ohne mit einem alten Trauma zurechtkommen zu müssen. Das Wohl des Mädchens steht immer im Vordergrund.

Wie kann ich mein Kind auf die Untersuchung vorbereiten?

Erklären Sie Ihrem Kind einfühlsam, dass meist keine ausführliche Untersuchung notwendig ist, sondern die Ärztin mehr mit Ihnen reden und bei kleinen Mädchen meistens nur einen Blick aufs Genitale werfen wird. So können eventuelle Sorgen gemindert werden. Außerdem können Sie Ihrer Tochter klar machen, dass nichts passieren wird, was sie nicht erlaubt oder möchte. Außerdem können Sie betonen, dass die Ärztin dafür da ist, die Gesundheit zu schützen.

Sind diese Untersuchungen vertraulich?

Ja, Ihre Privatsphäre und Vertraulichkeit sind uns wichtig. Alle Gespräche und Untersuchungen unterliegen strengster ärztlicher Schweigepflicht.

Welche Rolle spielt die Kindergynäkologie in der Gesundheitsvorsorge?

Die Kindergynäkologie fördert die Gesundheitsvorsorge, indem sie frühzeitig mögliche Probleme erkennt. Sie ermöglicht auch offene Gespräche über Körperveränderungen und schafft Verständnis. Leider ist das Fach der Kindergynäkologie in Österreich noch nicht allzu weit verbreitet, obwohl es die optimale Schnittstelle zwischen Kinderärzten und Gynäkologen darstellt. Es zahlt sich daher aus, für die junge Patientin eine speziell ausgebildete Kinder- und Jugendgynäkologin zu suchen, um einen angenehmen ersten Kontakt zur Gynäkologie herzustellen.

Wie kann ich einen Termin für eine kindergynäkologische Untersuchung vereinbaren?

Sie können ganz einfach telefonisch oder online einen Termin vereinbaren. Wir stehen Ihnen gerne zur Verfügung.

Gibt es spezielle Empfehlungen zur Nachsorge?

Je nach Untersuchungsergebnissen gebe ich Ihnen individuelle Empfehlungen.

Regelmäßige Besuche ab Aufnahme der sexuellen Aktivität und offene Gespräche tragen immer zur optimalen Gesundheit bei.

Führen Sie auch HPV-Impfungen durch?

Ja, aber die Gratis-Kinderimpfung empfehle ich in der Bildungseinrichtung Ihrer Tochter/Ihres Sohnes zw. dem 9. und 12. Geburtstag wahrzunehmen, da diese komplett gratis angeboten werden kann. Für Teenager und junge Frauen zw. 15–21 Jahren stelle ich Impfgutscheine aus, mit denen der Impfstoff in der Apotheke gratis besorgt werden kann. Die Impfung wird gegen ein geringes Impfhonorar dann selbstverständlich in meiner Praxis durchgeführt.

Haben Sie noch weitere Fragen? Zögern Sie nicht, mich zu kontaktieren. Ich freue mich darauf, Sie kennenzulernen und für Ihre und die Gesundheit Ihrer Tochter zu sorgen.

Kontakt & Termine

Wir bitten Sie um Terminvereinbarung während der Ordinationszeiten telefonisch, außerhalb der Zeiten per WhatsApp, Mail oder online.

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